Grundlagenpapier Primärenergiefaktoren des BDEW

Die fol­gen­de Publi­ka­ti­on des BDEW erklärt aus­führ­lich die The­ma­tik der Pri­mär­ener­gie­fak­to­ren und doku­men­tiert unter­schied­li­che Defi­ni­tio­nen in Geset­zen und Nor­men. Sie wur­de in der Fas­sung vom 22. April 2015 von der Web­sei­te des BDEW über­nom­men. Urhe­ber­rechts­hin­weis

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BDEW Bun­des­ver­band der Ener­gie- und Was­ser­wirt­schaft e.V.
Rein­hardt­stra­ße 32
10117 Ber­lin

Grundlagenpapier Primärenergiefaktoren

Der Zusam­men­hang von Pri­mär­ener­gie und End­ener­gie in der ener­ge­ti­schen Bewer­tung

Ber­lin, 22. April 2015

Inhalt

1Manage­ment Sum­ma­ry
2Ein­füh­rung
3Grund­la­gen
4Anwen­dung der Pri­mär­ener­gie­fak­to­ren
5Aus­blick auf künf­ti­ge Anfor­de­run­gen
Ener­gie­trä­gerPri­mär­ener­gie­fak­to­ren fp
ins­ge­samtnicht erneu­er­ba­rer Anteil
AB
Heiz­öl EL1,11,1
Erd­gas H1,11,1
Flüs­sig­gas1,11,1
Fos­si­le Brenn­stof­feStein­koh­le1,11,1
Braun­koh­le1,21,2
Bio­gas1,50,5
Bio­ge­ne Brenn­stof­feBio­öl1,50,5
Holz1,20,2
Nah-/Fern­wär­me aus KWKbfos­si­ler Brenn­stoff0,70,7
erneu­er­ba­rer Brenn­stoff0,70,0
fos­si­ler Brenn­stoff1,31,3
Nah-/Fern­wär­me aus Heiz­wer­kenerneu­er­ba­rer Brenn­stoff1,30,1
all­ge­mei­ner Strom­mix2,82,4
StromVer­drän­gungs­strom­mix2,82,8
Solar­ener­gie1,00,0
Erd­wär­me, Geo­ther­mie1,00,0
Umge­bungs­wär­me1,00,0
Umwelt­ener­gieUmge­bungs­käl­te1,00,0
Abwär­me inner­halb des Gebäu­des aus Pro­zes­sen, sie­he 3.1.321,00,0
a Bezugs­grö­ße End­ener­gie: Heiz­wert H 1
b Anga­ben sind typisch für durch­schnitt­li­che Nah-/Fern­wär­me mit einem Anteil der KWK von 70 %

1 Management Summary

Primärenergiefaktoren beeinflussen die Marktposition von Technologien

Die ener­gie­po­li­ti­schen Zie­le des Bun­des und der EU zur Min­de­rung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen wer­den unter ande­rem anhand der Ein­spa­rung von End- und Pri­mär­ener­gie bewer­tet. Zur Umrech­nung von End- in Pri­mär­ener­gie wer­den für alle Ener­gie­trä­ger Pri­mär­ener­gie­fak­to­ren (PEF) ver­wen­det. Im Wär­me­markt haben PEF Ein­fluss auf die Aus­wahl von Heiz­tech­no­lo­gi­en und Ener­gie­trä­gern. Ver­än­de­run­gen an PEF sind daher für die unter­schied­li­chen Wert­schöp­fungs­stu­fen im BDEW wett­be­werbs­re­le­vant.

Die Fort­schrei­bung der PEF erfolgt auf poli­ti­scher Ebe­ne. Auf natio­na­ler wie auf EU-Ebe­ne gibt es Bestre­bun­gen unter­schied­li­cher Akteu­re, die PEF anzu­pas­sen. Bis­lang hat der BDEW kei­ne spar­ten­über­grei­fend abge­stimm­te Posi­ti­on, wie er Anpas­sun­gen der PEF bewer­tet.

Ein gemeinsames Verständnis der Grundlagen und Zusammenhänge wird geschaffen

Die The­ma­tik der PEF ist kom­plex. Die­ses Grund­la­gen­pa­pier bie­tet eine sys­te­ma­ti­sche Betrach­tung der PEF, die über alle BDEW-Wert­schöp­fungs­stu­fen hin­weg abge­stimmt ist. Es ist kon­zi­piert als wer­tungs­frei­es Nach­schla­ge­werk und als gemein­sa­me Ver­ständ­nis­grund­la­ge für die künf­ti­ge Erar­bei­tung von Posi­tio­nen. Mit Blick auf die PEF wer­den die für den BDEW maß­geb­li­chen Ener­gie-Defi­ni­tio­nen erläu­tert, Rechts­grund­la­gen der Ener­gie­be­richt­erstat­tung benannt, die an der Erhe­bung und Auf­be­rei­tung der Daten betei­lig­ten Akteu­re beschrie­ben sowie die wei­te­re Ver­wen­dung in Berich­ten auf­ge­zeigt. Ein Kapi­tel wid­met sich der Anwen­dung der PEF in der EU und im natio­na­len Recht. Für die Kraft-Wär­me-Kopp­lung wer­den Bewer­tungs­me­tho­den und ihre Anwen­dungs­be­rei­che kurz beschrie­ben. Am Ende fin­det sich ein Aus­blick auf die Anwen­dungs­be­rei­che, in denen Dis­kus­sio­nen zur Anpas­sung von PEF statt­fin­den oder zu erwar­ten sind.

Weitere Schritte

Mit Blick auf die Novel­lie­rung der EnEV, des EEWär­meG und auf Vor­gän­ge in der EU wird ange­regt, die Erar­bei­tung von BDEW Posi­tio­nen auf Basis die­ses Grund­la­gen­pa­piers zu ver­an­las­sen.


Nächs­ter Abschnitt: Ein­füh­rung

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