Mein Thermostat und ich: So stelle ich meine Heizung richtig ein

Thermostat richtig einstellen

Durch unse­rer kur­ze Erklä­rung zum Ther­mo­stat wer­den Sie die­sen Win­ter zum Heiz­pro­fi!

Auch wenn der ein oder ande­re von uns noch immer die Hoff­nung auf laue Sommer­abende und war­me Sonn­ta­ge am Bade­see nicht auf­ge­ge­ben hat – wir müs­sen den Tat­sa­chen lang­sam ins Auge sehen: Es ist astro­no­mischer Herbst­anfang. Damit ist es von nun an gar nicht mal mehr so abwe­gig, sich men­tal auf den Gebrauch der Hei­zung ein­zu­stel­len. Um auf das ers­te Frie­ren in den eige­nen vier Wän­den gewapp­net zu sein, beschrei­ben wir, wie so ein Ther­mostat eigent­lich funk­tioniert und wor­auf beim Hei­zen beson­ders geach­tet wer­den soll­te.

Wie funktioniert eigentlich ein Thermostat?

Grund­sätzlich besteht ein Ther­mo­stat aus dem sicht­ba­ren Thermostat­kopf und einem Heiz­körper­ventil. Um hier den Informations­rahmen nicht voll­ends zu sprän­gen, beschrän­ken wir uns in unse­ren Aus­füh­run­gen auf den Thermostat­kopf. Die­ses ist dazu da, die Raum­tem­pe­ra­tur zu steu­ern. Und die­ses geschieht auf ganz raf­fi­nier­te Art und Wei­se: Der Thermostat­kopf ist näm­lich gleich­zei­tig ein sen­si­bles Fühl­element, wel­ches auf sei­ne äuße­re Wärme­entwicklung reagiert. Um die­ses zu ver­ste­hen, muss vor­weg genom­men wer­den, dass die auf dem Thermostat­kopf ange­ge­be­nen Stu­fen kei­nes­falls die Geschwindig­keit der Wärme­erzeugung anzei­gen, son­dern ver­schie­de­ne Wärme­stufen. Stu­fe 5 bedeu­tet dabei, dass eine Raum­temperatur von bis zu 28 Grad erreicht wer­den kann. Stu­fe 3 dage­gen steht meis­tens für eine Raum­temperatur von ca. 20 Grad, also der zumeist emp­foh­le­nen Tem­pe­ra­tur in einem Gebäu­de.

Und wie erfühlt das Thermostat nun die Raumtemperatur?

In dem Thermostat­kopf befin­det sich eine Art Fühl­element in Form einer Aus­dehnungs­masse. Die­se dehnt sich bei Wär­me aus und zieht sich bei Käl­te zusam­men. Neh­men wir nun an, unser Ther­mo­stat ist auf Stu­fe 3, also auf eine gewünsch­te Raum­temperatur von 20 Grad, ein­ge­stellt. Wird die Luft inner­halb des Rau­mes wär­mer als 20 Grad, so dehnt sich die Mas­se aus und bewegt dabei einen Regulierungs­stift. Die­ser drückt durch die Bewe­gung auf eine soge­nann­te Stopf­buchse im Heiz­körper. Durch die­sen Druck wird das Heiz­körper­ventil geschlos­sen. Anders­herum bedeu­tet dass, das sich die Mas­se bei Käl­te zusammen­zieht und somit das Heiz­körper­ventil wie­der öff­net. So ist ein intel­li­gen­ter Heiz­kreis­lauf ent­stan­den, der die Tem­pe­ra­tur je nach Ein­stel­lung regu­liert.

Was bedeutet das für mein Heizverhalten?

Das bedeu­tet, dass wir uns von dem Gerücht ver­abschieden, ein Raum wer­de schnel­ler warm, wenn ich die Hei­zung voll auf­dre­he. Durch ein sol­ches Ver­hal­ten ver­ur­sacht man nur unnö­ti­ge Heiz­kosten. Sinn­vol­ler ist es, das Ther­mo­stat im Wohn­zimmer auf Stu­fe 3 zu stel­len und im Schlaf­zimmer auf Stu­fe 2. So erhält man im Wohn­bereich eine Tem­pe­ra­tur von 20 bis 21 Grad und im Schlaf­bereich, von ca. 16 bis 17 Grad. Dabei lässt es sich per Faust­regel ganz gut ein­schla­fen.

Viel dis­ku­tiert ist auch die Fra­ge, ob man einen Raum bei län­ge­rer Abwesen­heit ganz aus­küh­len las­sen soll­te, um Heiz­kos­ten zu spa­ren. Ein Rich­tig oder Falsch hängt hier­bei von der Däm­mung des Gebäu­des ab. Man soll­te aber nicht ver­ges­sen, dass eine zu star­ke Abwei­chung zwi­schen Außen- und Innen­temperatur den Schimmel­befall erhöht und, dass es nichts Schö­ne­res gibt, als Durch­gefroren von eisi­gen Tem­pe­ra­tu­ren drau­ßen in ein gemüt­lich war­mes Wohn­zimmer zu kom­men. Hier soll­te wohl jeder für sich den rich­ti­gen Mit­tel­weg fin­den.

Hin­weis: Haben Sie dau­er­haft Pro­ble­me mit der Ein­stel­lung des Ther­mo­sta­tes und der Raum­tem­pe­ra­tur, ist der Reg­ler oder gar die Hei­zungs­an­la­ge defekt. Das soll­te sich dann ein Exper­te anschau­en.

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