Individueller Sanierungsfahrplan

Die Bun­des­re­gie­rung will deut­lich mehr ener­gie­ef­fi­zi­en­te­re Gebäu­de und einen höhe­ren Anteil an erneu­er­ba­ren Ener­gi­en für den Wär­me­be­darf. Nur so kann bis zum Jah­re 2050 ein nahe­zu kli­ma­neu­tra­ler Gebäu­de­be­stand in der Bun­des­re­pu­blik erreicht wer­den. Seit dem 01. Juli 2017 gibt es eine neue Berichts­form für Ener­gie­be­ra­tun­gen, die Ihnen als Haus- oder Woh­nungs­ei­gen­tü­mer und dem Ener­gie­be­ra­ter etli­che Vor­tei­le und Ver­ein­fa­chun­gen bringt die­se wird bezeich­net als indi­vi­du­el­ler Sanie­rungs­fahr­plan (iSFP).

Die­ses stan­dar­di­sier­te Werk­zeug wur­de gemein­sam vom BMWi, vom Insti­tut für Ener­gie- und Umwelt­for­schung (ifeu), von der Deut­schen Ener­gie Agen­tur (dena) und vom Pas­siv­haus Insti­tut (PHI) erar­bei­tet. Der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan ist pra­xis­be­zo­gen und bie­tet Ihnen ein klar ver­ständ­li­ches Design, einen ein­heit­li­chen Rah­men sowie vie­le Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen.

Ein Individueller Sanierungsfahrplan verfolgt Ziele

Wenn Sie eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung Ihres Gebäu­des im Auge haben, steckt oft mehr dahin­ter als eine erhöh­te Ener­gie­ef­fi­zi­enz. Sie wol­len mehr Wohn­ge­sund­heit und Wohn­kom­fort. Zu Ihren Wün­schen gehö­ren viel­leicht ein ange­neh­mes Bar­fuß­lau­fen in der Woh­nung und kei­ne schim­me­li­gen Ecken im Kel­ler oder im Bad. Für die Rea­li­sie­rung Ihrer Wün­sche brau­chen Sie ein gutes Kon­zept. Der wich­tigs­te Grund­stein dafür ist die ganz­heit­li­che Betrach­tung Ihres Gebäu­des. Ein indi­vi­du­el­ler Sanie­rungs­fahr­plan gibt Ihnen den ers­ten Über­blick über die anste­hen­den Kos­ten, wie lan­ge es unge­fähr dau­ert und wel­che Bau­maß­nah­men erfor­der­lich sind. Der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan zeigt Ihnen ein maß­ge­schnei­der­tes Zukunfts­bild nach der ener­ge­ti­schen Sanie­rung.

  • Sie erhal­ten einen lang­fris­ti­gen Über­blick über die Gestal­tungs­mög­lich­kei­ten und über den ener­ge­ti­schen Zustand Ihres Hau­ses.
  • Bei der Metho­de der Schritt-für-Schritt-Sanie­rung wird Ihnen auf­ge­zeigt, dass trotz­dem am Ende der Sanie­rung ein hoher Effi­zi­enz­zu­stand erreicht wird. Dazu müs­sen die ein­zel­nen Schrit­te auf­ein­an­der abge­stimmt wer­den.
  • Durch die lang­fris­ti­ge Per­spek­ti­ve kön­nen Sie gege­be­nen­falls erheb­li­che Kos­ten spa­ren. Es kön­nen bereits Bau­teil­an­schlüs­se im Vor­aus geplant wer­den und Schnitt­stel­len von Gewer­ken beschrie­ben wer­den. Damit ver­mei­den Sie nach­träg­li­che Ände­run­gen an vor­an­ge­gan­ge­nen Sanie­rungs­schrit­ten.
  • Der Sanie­rungs­fahr­plan wird indi­vi­du­ell auf Ihre Lebens­um­stän­de und auf Ihr Gebäu­de zuge­schnit­ten. Berück­sich­tigt wer­den auch Ihre Erwar­tun­gen und Ihre finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten.
  • Mit dem iSFP erhal­ten Sie eine bes­se­re Ori­en­tie­rung rund um die Sanie­rung. Eben­falls wird die Kom­mu­ni­ka­ti­on zwi­schen Ihnen und Ihrem Ener­gie­be­ra­ter ver­bes­sert.

Verantwortlichkeiten, Abgrenzung und Umfang des iSFP

Ihr Ener­gie­be­ra­ter ist ver­pflich­tet, vor Ort die Daten aus­rei­chend genau zu ermit­teln und sie als Grund­la­ge für die Berech­nun­gen zu ver­wen­den. Eben­so soll­te er eine fun­dier­te Aus­bil­dung in die­ser Bran­che besit­zen. Dass Ihr Ener­gie­be­ra­ter aktu­el­le Kennt­nis­se in der von der BAFA geför­der­ten Vor-Ort-Bera­tung, der Bilan­zie­rung und Daten­auf­nah­me sowie Umset­zung besitzt, wird zwin­gend vor­aus­ge­setzt.

In der Bilan­zie­rung müs­sen die aktu­ell gül­ti­gen Para­me­ter, Richt­li­ni­en und Rechen­ver­fah­ren ange­wen­det wer­den. Ver­ein­fa­chun­gen gemäß EnEV bei der Daten­er­mitt­lung sind nicht zuge­las­sen. Es gel­ten aus­schließ­lich die neu­es­ten För­der­richt­li­ni­en der BAFA. Genau­so müs­sen die tech­ni­schen FAQ der KfW beach­tet und ange­wen­det wer­den. Die­se Vor­ga­ben muss Ihr Ener­gie­be­ra­ter erfül­len kön­nen. Nur so ist sicher­ge­stellt, dass ein För­der­an­trag gestellt wer­den kann und die För­der­be­din­gun­gen der KfW ein­ge­hal­ten wer­den.

Bei der Ver­ga­be der Sanie­rungs­ar­bei­ten müs­sen Sie die jewei­li­gen Sach­ver­stän­di­gen beauf­tra­gen. Ein indi­vi­du­el­ler Sanie­rungs­fahr­plan beinhal­tet kei­ne Detail- und Aus­füh­rungs­plä­ne. Der Fahr­plan ist nur eine ein­heit­li­che Dar­stel­lung der Bera­tungs­er­geb­nis­se. Pla­nungs­leis­tun­gen für das Wär­me­brü­cken­kon­zept, Heiz­last­be­rech­nun­gen und das Lüf­tungs­kon­zept müs­sen Sie an die jewei­li­gen Fach­leu­te extra ver­ge­ben.

Wenn Ihr Ener­gie­be­ra­ter im Lau­fe der Daten­er­mitt­lung even­tu­el­le Schwach­stel­len fest­stellt, wird er Ihnen wahr­schein­lich dazu raten, einen Fach­pla­ner oder Archi­tek­ten zu beauf­tra­gen. Dies ist mit zusätz­li­chen Kos­ten ver­bun­den, die nicht im indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan ent­hal­ten sind. Eben­falls sind im indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan kei­ne Instand­set­zungs­pla­nun­gen, Ursa­chen­er­mitt­lung und Scha­dens­gut­ach­ten ent­hal­ten. Ihr Ener­gie­be­ra­ter muss Sie auf even­tu­ell ent­ste­hen­de Mehr­kos­ten durch wei­te­re Sach­ver­stän­di­ge auf­merk­sam machen.

Individueller Sanierungsfahplan im Ablauf

Die Erstel­lung eines indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­pla­nes erfolgt nach einem fest­ge­leg­ten Ablauf:

  • Ers­tes Bera­tungs­ge­spräch mit Ihnen als Haus­ei­gen­tü­mer vor Ort
  • Ener­ge­ti­sche Bewer­tung des Ist­zu­stan­des des Gebäu­des
  • Ent­wick­lung von Sanie­rungs­vor­schlä­gen
  • Abstim­mung des indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­pla­nes mit Ihnen
  • Erstel­lung des fer­ti­gen indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­pla­nes
  • Erläu­te­rung des indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­pla­nes durch Ihren Ener­gie­be­ra­ter | Abschluss­ge­spräch
  • Aus­druck von Berichts­do­ku­men­ten

Dokumente des iSFP

Auf Basis der Pro­jekt- und Bilanz­da­ten des Gebäu­des erfolgt die Aus­ga­be des indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan. Mit dem gül­ti­gen und genorm­ten Bilan­zie­rungs­ver­fah­ren wer­den die not­wen­di­gen Kenn­wer­te ermit­telt. Die erfass­ten Bilanz­da­ten wer­den Ihnen im iSFP farb­lich dar­ge­stellt. Zu den Lay­out-Ele­men­ten gehö­ren bei­spiels­wei­se Pik­to­gram­me, Lini­en, Über­schrif­ten, Mus­ter und Gra­fi­ken. Damit haben Sie eine gute visu­el­le Dar­stel­lung über die ener­ge­ti­sche Bewer­tung Ihrer Anla­gen­tech­nik und von Ihrem Gebäu­de. Eben­so erken­nen Sie wie sich die geplan­ten Sanie­run­gen in Ihrem Gebäu­de auf die Effi­zi­enz aus­wir­ken. Von Ihrem Ener­gie­be­ra­ter erhal­ten Sie zwei Doku­men­te:

Mein Sanierungsfahrplan

Ihr Ener­gie­be­ra­ter wird Sie neu­tral bera­ten, dazu ist er ver­pflich­tet. Ist der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan ein­mal fer­tig, kön­nen jedoch nur klei­ne Ände­run­gen dar­an vor­ge­nom­men wer­den. Ihr Sanie­rungs­ziel soll­te also im Lau­fe der Ener­gie­be­ra­tung fest­ge­legt wer­den. Mein Sanie­rungs­fahr­plan doku­men­tiert den ener­ge­ti­schen Zustand Ihres Hau­ses. Wert­vol­le Tipps zu Ihrem Nut­zer­ver­hal­ten sind eben­so inbe­grif­fen, wie Emp­feh­lun­gen über Ihre nächs­ten Sanie­rungs­schrit­te. Die Fahr­plan­sei­te ist im über­sicht­li­chen DIN-A‑3 For­mat erstellt (aus­klapp­bar).

Um die poten­ti­el­len Sanie­rungs­mög­lich­kei­ten bes­ser zu visua­li­sie­ren, ent­hält der indi­vi­du­el­le Sanie­rungs­fahr­plan die fol­gen­de gro­be Über­sicht:

Auszug aus dem Muster-Sanierungsfahrplan
Aus­schnitt Mus­ter-Sanie­rungs­fahr­plan | Quel­le: BMWi – Deutsch­land macht’s effi­zi­ent

Zunächst wer­den die unten fol­gen­den Ist­da­ten der Bestands­ana­ly­se ein­ge­tra­gen und ins­ge­samt einer Klas­se zuge­ord­net (hier: rot, da es ein unsa­nier­tes Gebäu­de ist):

  • Ener­gie­kos­ten heu­te
  • Ener­gie­kos­ten zukünf­tig
  • CO2-Emmis­sio­nen
  • End­ener­gie­be­darf
  • Pri­mär­ener­gie­be­darf

Nach den Vor­ga­ben der BAFA-Richt­li­nie und nach Abstim­mung mit Ihren Wün­schen und finan­zi­el­len Mög­lich­kei­ten wer­den die Maß­nah­men­pa­ke­te (hier: gelb bis grün) von Ihrem Ener­gie­be­ra­ter im iSFP erstellt. Sie sol­len so gestal­tet sein, dass sie för­der­fä­hig sind. Am Ende wird der mög­li­che Kann-Zustand Ihres Hau­ses ver­deut­licht. Die Ein­tei­lung der Klas­sen erfolgt nach dem Pri­mär­ener­gie­be­darf:

  • Far­be Dun­kel­rot: mehr als 230 kWh (unsa­nier­tes oder teil­sa­nier­tes Gebäu­de)
  • Far­be Hell­rot: weni­ger als 230 kWh (unsa­nier­tes oder teil­sa­nier­tes Gebäu­de)
  • Far­be Dun­kel­gelb: weni­ger als 180 kWh (unsa­nier­tes oder teil­sa­nier­tes Gebäu­de)
  • Far­be Hell­gelb: weni­ger als 130 kWh (teil­sa­nier­tes Gebäu­de)
  • Far­be Hell­grün: weni­ger als 90 kWh (gesetz­li­che Anfor­de­run­gen an Neu­bau­ten und sanier­te Bau­tei­le, Stand 2002, 2009)
  • Far­be Mit­tel­grün: weni­ger als 60 kWh (gesetz­li­che Anfor­de­run­gen an Neu­bau­ten)
  • Far­be Dun­kel­grün: weni­ger als 30 kWh (fort­schritt­li­cher Stan­dard)

Mit dem indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan erhal­ten Sie eine ein­fa­che Betrach­tung Ihrer Inves­ti­ti­on. Bei jedem Maß­nah­men­pa­ket sehen Sie die unge­fäh­ren Kos­ten und die antei­li­gen Instand­hal­tungs­kos­ten. Auch die mög­li­che För­de­rung, die Sie nach aktu­el­lem Stand erhal­ten, kön­nen Sie nach­le­sen. Inwie­weit die Sanie­rung Ihnen Vor­tei­le bringt, ist eben­falls ersicht­lich. Den Effekt der ener­ge­ti­schen Ver­bes­se­rung sehen Sie an der Gegen­über­stel­lung der heu­ti­gen und der zukünf­ti­gen Ener­gie­kos­ten. Die jähr­li­chen Gesamt­kos­ten sehen Sie im iSFP eben­falls in Far­be. Das Dia­gramm zeigt die Ener­gie­kos­ten für Wär­me und für Hilfs­strom, die ener­gie­ef­fi­zi­en­ten Mehr­kos­ten, eben­so die Wartungs‑, Instand­hal­tungs- und Bau­neben­kos­ten. Die­se farb­li­che Dar­stel­lung beinhal­tet die Instand­hal­tungs­kos­ten sowie die Gesamt­sa­nie­rungs­ko­sen mit und ohne För­de­rung.

Hin­weis: Nur der ers­te För­der­be­trag wird im indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan ange­ge­ben. Soll­ten wei­te­re zukunfts­ori­en­tier­te Maß­nah­men för­der­fä­hig sein, erscheint im indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan nur der Hin­weis „ggf. mög­lich“. Für zukünf­ti­ge För­der­pro­gram­me kann kei­ne ver­bind­li­che Zusa­ge erfol­gen.

Die varia­blen Kos­ten wer­den nicht ver­bind­lich ange­ge­ben, denn die Ent­wick­lung der Ener­gie­prei­se ist nie genau zu vor­her­sa­gen. Auch die Berech­nung für den zukünf­ti­gen Ener­gie­ver­brauch sind nur Schät­zun­gen, denn Ihr Ver­hal­ten bestimmt den Wir­kungs­grad der ener­ge­ti­schen Sanie­rung. Zwei Haupt­fak­to­ren kön­nen die Sanie­rung nega­tiv beein­flus­sen:

  • Sie haben ein luft­dich­tes Haus und kip­pen stän­dig die Fens­ter.
  • Sie set­zen die emp­foh­le­nen ener­ge­ti­schen Sanie­run­gen nicht kom­plett um.

Umsetzungshilfe für meine Maßnahmen

In der Umset­zungs­hil­fe für mei­ne Maß­nah­men sehen Sie die ener­ge­ti­sche Ent­wick­lung von Ihrem Gebäu­de. Die Umset­zungs­hil­fe bei der Schritt-für-Schritt-Sanie­rung umfasst die ein­zel­nen Maß­nah­men­pa­ke­te inklu­si­ve den ein­zel­nen Sanie­rungs­kom­po­nen­ten. Bei einer Gesamt­sa­nie­rung wer­den kei­ne Maß­nah­men­pa­ke­te erstellt. Trotz­dem sehen Sie die ener­ge­ti­sche Ver­än­de­rung Ihres Gebäu­des durch die Effi­zi­enz­maß­nah­men. Dafür wer­den alle Kom­po­nen­ten der Sanie­rung ein­zeln beschrie­ben. Der Inhalt der Umset­zungs­hil­fe vari­iert natür­lich wie groß Ihr Sanie­rungs­vor­ha­ben ist. Die­ses Doku­ment ist aber in jedem Fall deut­lich umfang­rei­cher wie das Doku­ment „Mein Sanie­rungs­fahr­plan“.

Die ein­zel­nen Maß­nah­men wer­den in der Umset­zungs­hil­fe detail­liert beschrie­ben. In der tech­ni­schen Doku­men­ta­ti­on sehen Sie alle wich­ti­gen ener­ge­ti­schen Daten des Ist­zu­stan­des von Ihrem Gebäu­de. Auch der Ziel­zu­stand wird aus­führ­lich beschrie­ben. Eine Zusam­men­fas­sung für jedes ein­zel­ne Maß­nah­men­pa­ket erfolgt bei einer Schritt-für-Schritt-Sanie­rung.

Nach den Anfor­de­run­gen der Richt­li­ni­en der Vor-Ort-Bera­tung des Bun­des­am­tes für Wirt­schaft und Aus­fuhr­kon­trol­le wer­den die tech­ni­schen Daten ermit­telt. Mit die­ser Umset­zungs­hil­fe kön­nen Sie leich­ter mit den Fir­men kom­mu­ni­zie­ren, die an der Sanie­rung betei­ligt sind. Sie dür­fen jedoch kei­ne detail­lier­te Aus­füh­rungs­pla­nung erwar­ten. Viel­mehr ist das geplan­te Ziel anschau­lich dar­ge­stellt und hilft bei der wei­ter­füh­ren­den Pla­nung der Sanie­rungs­ar­bei­ten.

Individueller Sanierungsfahrplan ist fertig – Beginn der Sanierungsarbeiten

Durch die gute Vor­la­ge des indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­pla­nes, ins­be­son­de­re mit der Umset­zungs­hil­fe, fällt es Ihnen leich­ter, mit den Sanie­run­gen zu begin­nen. Nun liegt es an Ihnen die nächs­ten Schrit­te in die Wege zu lei­ten:

  • Wäh­len Sie ver­schie­de­ne Hand­werks­be­trie­be aus und holen Sie Ange­bo­te ein. Für einen bes­se­ren Ver­gleich soll­ten alle Ange­bo­te die glei­chen Vor­ga­ben haben. Dazu gehö­ren die Men­ge, Merk­ma­le und Fabri­kat des Bau­ma­te­ri­als. In der Umset­zungs­hil­fe sind die exak­te Mate­ri­al­stär­ke und ‑qua­li­tät auf­ge­lis­tet. Von guten Fir­men erhal­ten Sie Refe­ren­zen über ihre Arbeit.
  • Im indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­plan sind Prin­zip-Skiz­zen ent­hal­ten. Grund­le­gen­de Sach­ver­hal­te wer­den damit in einem Sche­ma dar­ge­stellt. Sie eig­nen sich nicht als Aus­füh­rungs­plä­ne der Sanie­rungs­ar­bei­ten. Die jewei­li­ge Skiz­ze darf von Bau­un­ter­neh­mern oder Hand­wer­kern nicht über­nom­men wer­den. Viel­mehr muss sie an Ihre indi­vi­du­el­le Situa­ti­on ange­passt wer­den.
  • Ent­schei­den Sie sich für eine Fir­ma und schlie­ßen Sie einen Bau­ver­trag ab.
  • Damit die kor­rek­te Umset­zung der Sanie­rungs­ar­bei­ten erle­digt wird, kön­nen Sie einen Bau­lei­ter beauf­tra­gen. In vie­len Fäl­len erhal­ten Sie für die­sen Zweck eine För­de­rung von der KfW in Höhe von 50 %, maxi­mal 4.000 Euro.
  • Sind die Sanie­rungs­ar­bei­ten fer­tig, emp­fiehlt sich ein Abnah­me­pro­to­koll. Die Fir­ma bestä­tigt damit die ord­nungs­ge­mä­ße Umset­zung in der ver­ein­bar­ten Qua­li­tät. In die­sem Pro­to­koll sehen Sie auch even­tu­ell feh­ler­haf­te Pro­duk­te und Män­gel in der Aus­füh­rung. Ver­ein­ba­run­gen über die Nach­bes­se­rung und Besei­ti­gung ste­hen eben­falls in dem Abnah­me­pro­to­koll.

Nach­dem Ihre Sanie­run­gen voll­stän­dig abge­schlos­sen wur­den, soll­ten Sie trotz der ver­mehr­ten Effi­zi­enz immer Ihr Ver­brau­cher­ver­hal­ten im Blick behal­ten.

Hin­weis: Bei einer ener­ge­ti­schen Sanie­rung soll­ten Sie auch die Sta­tik des Hau­ses im Blick haben: Bspw. wenn Sie den Dach­stuhl däm­men und neu­en Wohn­raum schaf­fen, grö­ße­re Fenster/​Türen ein­set­zen oder durch einen Wand­durch­bruch eine neue Raum­auf­tei­lung errei­chen. Hier fin­den Sie einen Sta­ti­ker …

Mehr zur BAFA-Vor-Ort-Bera­tung mit dem indi­vi­du­el­len Sanie­rungs­fahr­plan …

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